Dem Erfolg von Apple bei den iPhones konnten Telefonhersteller kaum etwas entgegensetzen. Es fehlte schlicht an einem Betriebssystem. Nokia scheitere gewaltig daran, und auch Microsoft konnte mit Windows-Versionen für Telefone niemand begeistern. Abhilfe brachte erst ein System, das ursprünglich für Kameras entwickelt wurde: Android. Google kaufte 2005 die gleichnamige Firma und baute die Software, die unter Linux lief, zum erfolgreichsten Betriebssystem für Telefone aus.

Das Unternehmen wusste recht gut, dass es kein geschlossenes System haben wollte, und man stellte die Software unter einer freien Lizenz ins Netz. Jeder konnte sich Android auf ein Smartphone laden. Google selbst bot dann dazu passende Dienstleistungen an.

Samsung war die Firma, die zuerst die Chance erkannte. Das koreanische Unternehmen produzierte bereits hervorragende Bildschirme und bald auch Telefone. Das erste Smartphone mit Android war aber das HTC Dream, das von T-Mobile in den USA angeboten wurde. Google selbst brachte eigene Modelle auf den Markt, die unter dem Namen Nexus verkauft wurden. Sie waren und sind auch heute noch die Telefone, die als erste vor den anderen Updates des neuen Systems bekamen und bekommen.

Weltweit das meistbenutzte Smartphone-System

Heute sind die meisten Smartphones weltweit mit Android ausgestattet. Die bekanntesten Hersteller sind Samsung und LG. Auch taiwanesische und chinesische Firmen haben den Markt mittlerweile betreten. Huawei und OnePlus sowie Xiaomi haben ebenfalls Spitzenmodelle herausgebracht, die den iPhones und Galaxys locker das Wasser reichen können. Im niedrigen Preissegment sind die chinesischen Marken Oppo und Vivo sehr erfolgreich.

Die meisten Hersteller von Smartphones mit Android haben auch noch eine eigene Software über das OS gelegt, mit spezifischen Funktionen wie Fingerabdruckleser oder bestimmte Kamera-Funktionen. Lediglich die Nexus-Telefone haben ein original Android.

Viele der Funktionen, die bei Apple als Neuerung gefeiert werden, sind bei Android-Telefonen schon lange vorhanden. Fingerabdruck und Gesichtserkennung sind schon länger im Gebrauch, und die Kameras von Huawei sind schon seit dem Mate Pro 10 besser als die der Konkurrenz aus Cupertino.